Font Size

Cpanel

6.12.2013 : Der Rhythmus macht’s

Der Rhythmus macht’s

 

TU Bigband – Das Jahresabschlusskonzert in der Bessunger Knabenschule – Manja Neubert sorgt für den Soul

 

Da bewegt sich was, bei der TU Bigband in Darmstadt. Besonders in diesem Jahr hat das Jazzorchester noch einmal einen beträchtlichen Sprung nach vorne gemacht. Gemeinsam mit Gastsängerin Manja Neubert haben die Musiker ihr Publikum am Freitag in der Bessunger Knabenschule sehr überzeugt.

DARMSTADT.

Zuerst zeigten an diesem Abend in der Knabenschule die 17 Bläser ganzen Einsatz. Der Rhythmus stand im Vordergrund, denn außer den Swing-Nummern von Thad Jones und Duke Ellington basierten viele Arrangements auf dem Schwung lateinamerikanischer Jazzmusik. Bandleader Andreas Pompe setzte geschickt das Timing. Manja Neubert, die auch im Jahr 2012 schon als Sängerin zu Gast war, verstärkte die Musiker mit Soul in ihrer jungen Stimme.

„Wir haben eisern geprobt“ sagte Pompe, der das Ensemble im Jahr 2004 übernommen hatte, und legte los. Gleich in den ersten beiden Instrumentalstücken war zu hören, was den Abend ausmachen sollte. Die Blechbläser (vier Posaunen, sechs Trompeten) setzten sauber synchronisiert harte, rhythmische Akzente, die Saxofone sorgten für eine solide Basis mit weicheren Riffs, während die Rhythmusgruppe mit Daniel Schafmeister und Sebastian Grimm am Schlagzeug, überzeugend den Takt hielt und bei den Latino-Nummern besonders mitriss.

Ungewohnte Arrangements

Viele bekannte Stücke – beispielsweise der Klassiker „Summertime“ aus der Jazzoper „Porgy and Bess“ – wurden in ungewohnten Arrangements gespielt. Die Funk-Basis ließ das ganze Ensemble auf der Bühne swingen, und die nach der Pause gut ausgesteuerte und deshalb endlich hörbare Stimme von Manja Neubert lieferte charakterstark den melancholischen Soul-Anteil. Chick Coreas „Spain“ bot Uwe Baumann auch in der Bigband-Version die Möglichkeit für ein Piano-Solo, das an Schwung nichts zu wünschen übrig ließ.

 

Wie die Gesangsstimme waren auch die Instrumental-Solisten anfangs von der Bühnentechnik zu leise eingestellt. Die bessere Aussteuerung der Mikros schlug sich in der Stimmung des Publikums nieder, das zunehmend begeistert war. Dazu wuchs die Band unter der dynamischen und straffen Führung von Taktgeber Andreas Pompe immer mehr zusammen.

 

Die zahlreichen Soli wurden mutiger – und ausgiebig beklatscht. Dabei gab es freilich deutliche Unterschiede wie bei einer Laienspielgruppe nicht anders zu erwarten. Auf hohem Niveau spielten beispielsweise Werner Henzel (Posaune), Christoph Trapp (Bassklarinette), Markus Kerber (Altsaxofon) Martin Brake, Jürgen Moß und Gregor Oyen (Trompeten). Kräftigen Beifall mit Gejohle gab es am Ende für den Schwung der gesamten Band.

http://www.echo-online.de/freizeit/kunstkultur/musik/konzerte/Der-Rhythmus-macht-s;art8472,4535340

  • 09. Dezember 2013
  • Von Bettina Bergstedt

 

17.12.2012 : Weniger ist mehr

Weniger ist mehr

Bigband – Uni-Musiker halten sich in der Knabenschule an Count Basie und Thad Jones

Die TU-Bigband Darmstadt zog ein Resümee der vergangenen Konzert-Saison. In ihrem Programm am Freitag in der Bessunger Knabenschule dominierten Count Basie und Thad Jones.

DARMSTADT.


Die TU-Bigband Darmstadt steht seit acht Jahren unter der Leitung des Frankfurter Saxofonisten und Musikpädagogen Andreas Pompe. Er formte sie zu einer kompakten Orchesterband, nachdem sie in kleinerer Besetzung vor über zehn Jahren als „Swinging Mammoths“ für Furore sorgten. Seitdem war das nunmehr 22 Musiker starke „Mammut Orchester“ regelmäßig zu hören. Das Jahresabschlusskonzert in der Bessunger Knabenschule Freitag war nahezu ausverkauft.
Die TU-Bigband hatte an diesem Abend ihr Repertoire von mehr als 38 Titeln um 15 Kompositionen erweitert, die Züge zeigten, wie sie eine moderne Bigband von heute kennzeichnen. Dazu gehörten an vorderster Stelle Titel des Bandleaders und Pianisten Count Basie. Dessen Absicht war es, komplizierte Harmonien und melodische Labyrinthe zu meiden, aber die rhythmische Kraft und die spielerische Einheit seiner Band an die erste Stelle zu setzen. Andreas Pompe und die TU-Bigband gingen denn auch daran, dieses Konzept des „weniger ist mehr“ umzusetzen, ein vordergründiges „Aussparen“ zu markieren, dafür aber umso mehr ein Gespür für die richtigen Tempi zu entwickeln und Plätze für raffinierte Brüche und Pausen zu finden. Dabei ist die mit Klavier (wechselweise Jan Janzen und Uwe Baumann), E-Bass, zwei Gitarren und Schlagzeug (meist Daniel Schafmeister) besetzte Rhythmusgruppe die Keimzelle.
In seinem Schüler, dem Trompeter und Arrangeur Thad Jones, hatte Basie einen idealen Nachfolger gefunden. Auch er stand an diesem Abend auf der Setliste und bestach in der Interpretation der Uni-Bigband durch flexiblen Sound sowie überraschend-melodische Einfälle, die sich in den zahlreichen solistischen Beiträgen wiederfanden. Dies waren die typischen schwebenden Saxofon- und knallhart auf den Beat gesetzten Bläsersätze, die auch beim Publikum für ein Wechselbad der Stimmungen und Empfindungen sorgten.
Nicht nur in der Zugabe „A Child Is Born“, einem Klassiker des Thad-Jones-Repertoires, auch in vier weiteren Gesangsnummern, stellte sich die neue Sängerin Manja Neubert vor, deren Stimmvolumen noch mit dem geballten Band-Sound koordiniert werden muss. Hier zeigte sich transparent, was Thad Jones schon vor Jahren als Bigband-Leiter kennzeichnete, indem er Akkorde auftürmte, deren obere Töne er in die unteren Stimmen verlagerte. Ein gekonnter Schachzug, den auch die TU-Bigband in idealer Weise vornahm.

http://www.echo-online.de/freizeit/kunstkultur/musik/konzerte/Weniger-ist-mehr;art8472,3501580

  • 17. Dezember 2012
  • Von Ulfert Goeman

 

12.12.2011 Beeindruckende Solisten

Beeindruckende Solisten

Jazz – Die TU-Bigband überzeugt in der Bessunger Knabenschule

Die Bigband der TU Darmstadt gastierte am Samstag in der Bessunger Knabenschule in Darmstadt und überzeugte dabei mit viel Biss und kochendem Swing.

DARMSTADT.
Man könnte glauben, Darmstadt sei eine Hochburg der Bigbands, traten jetzt doch in nur vier Wochen drei Jazz-Großorchester hier auf. In der Centralstation waren zunächst die Darmstädter sowie die Bigband des Hessischen Rundfunks zu Gast, jetzt folgte am Samstag in der Bessunger Knabenschule die TU-Bigband unter Andreas Pompe .
Auftrittsschwerpunkte dieser nun seit 15 Jahren bestehenden Formation der Technischen Universität waren oft festliche Umrahmungen herausgehobener Ereignisse, dazu kamen im Vorjahr auch Auftritte in 603qm und im Herrngarten. Wie quicklebendig die Band ist, zeigte auch ihr Auftritt in der Bessunger Knabenschule. Auf der Bühne agierten fünf Trompeter, fünf Posaunisten und sechs Saxofonisten – eine großorchestrale Besetzung. Dazu besitzt diese Formation eine swingende Rhythmusgruppe, die sich am ehemaligen „Count Basie Orchestra“ orientiert.
Das Repertoire reicht vom Oldtime bis in die Moderne, man verschmäht auch Schlager und Pop von heute nicht, stellt dabei aber swingenden Jazz in den Vordergrund. Für das vorweihnachtliche Konzert wurde das ergänzt mit Stücken wie „Way out Basie“, „A child is born“, „Song for Bilbao“, „Places“, „Just friends“ und „Blackbirds“ sowie Titeln für die Bandsängerin Katrin Happel („Sunny“, „How about you“, „Orange colored sky“). Meist spielten 20 Musiker, einer kam dazu, wenn die Bassisten Marcel Schefczik und Sebastian Schmidt gemeinsam begleiteten.
Einige Stücke wurden zu Glanzpunkten herausgehobener Bandsolisten wie Jürgen Moß, Kees van der Pols oder Gregor Oyen an den Trompeten, Marcel Schmidt am Altsaxofon oder Moritz Wolf an der Posaune. Die Pianisten Jan Janzen und Uwe Baumann lösten sich kompetent am Klavier ab.
Dass alles einen glanzvollen Rahmen erhielt, war Bandleader Andreas Pompe zu verdanken, einem Absolventen der Musikhochschulen von Mannheim und Köln, der die Band unspektakulär, aber mit großem Einfühlungsvermögen und Umsicht leitete. Der große Applaus im voll besetzten Haus war Anlass zu zwei ebenso heftig beklatschten Zugaben.

http://www.echo-online.de/freizeit/kunstkultur/musik/konzerte/Beeindruckende-Solisten;art8472,2431984

  • 12. Dezember 2011
  • Von Ulfert Goeman

 

23.6.2009 Jazz und Sport zum Frühstück

Jazzmusik und Sport zum Frühstück (Darmstädter Echo, 23.6.2009)

Hochschulstadion: Rund 100 Zuhörer beim Sonntagmorgenkonzert der TU-Bigband

"Das waren die schönsten zwei Stunden des Tages“, sagte ein Ehepaar, als es am Sonntag das Hochschulstadion verließ. Gemeint war das Jazz-Picknick der TU-Bigband im Hochschulstadion, die ab 11 Uhr spielte und rund 100 Zuhörer auf Bänke und Tribünen gelockt hatte.

Mit Klassikern wie „Sweet Georgia Brown“ von Ben Bernie und Maceo Pinkard startete die Band unter der Leitung von Andreas Pompe gemächlich. „Damit das Frühstück sich noch setzen kann“, erklärte der Dirigent aus Frankfurt, der als professioneller Saxofonist im März mit der HR-Bigband auf kleiner Tour war.

(...)

Bis kurz vor Schluss stimmte der Rhythmus auf der Bühne und der am Himmel. Sonne und Wolken wechselten einander ab. Gegen Ende allerdings blickten doch viele nach oben wegen der aufziehenden dunklen Wolken. Die Band spielte aber ihr Programm passgenau durch. (...)

Zum gesamten Artikel.

 

Aktuelle Seite: Home Referenzen & Pressestimmen